Der Endolaser von Endolift®

Mit der neusten Entwicklung vom Hersteller Eufoton® wird eine neue Lasertherapie möglich: das Endolift®-Verfahren. In meiner Praxis wird die Behandlung mit dem Originalgerät, dem LASEmar 1500 und originalen Fibers von Eufoton® durchgeführt.

Mit dem Endolift®-Verfahren wird die Lichtenergie über Glasfasern direkt in die Gewebeschicht unter der äusseren Haut geführt. Damit werden Fettzellen zerstört, kollagene Fasern erhitzt und deren Neuproduktion stimuliert.

Anwendungsmöglichkeiten für Endolift®

  • Der Endolaser ermöglicht die Konturierung der Jawline und des Kinnbereichs. Es ist nur eine Sitzung notwendig.

Ist der Endolift® von Eufoton® für alle Patienten geeignet?

Ja, der Endolaser darf bei allen Hauttypen I-VI eingesetzt werden. Jedoch ersetzt er keine plastische Operation bei ausgeprägter Erschlaffung der Haut oder viel überschüssigem Fettgewebe im Jowls-Kompartiment (die sog. Hamsterbacken).

Wie wirkt Endolift® von Eufoton®

Beim LASEmar 1500 handelt es sich um einen Diodenlaser, der unsichtbares Infrarotlicht der Wellenlänge 1570nm aussendet. Für die Behandlung werden Glasfasern eingesetzt, die für den Einmalgebrauch bestimmt sind. Sogenannte «flat fibers» strahlen die Lichtenergie in einem geradlinigen Strahl ab. Damit können kleine Fettdepots gezielt erhitzt werden. Mit der sogenannten «ring fiber» wird die Laserenergie kreisförmig am Ende der Glasfaser abgestrahlt. Mit der entsprechenden Einstellung am Gerät werden mit geringerer Energie die kollagenen Fasern der Haut erhitzt. Diese ziehen sich dabei zusammen. Durch die Behandlung wird die Regeneration der Haut stimuliert, die wieder neues Kollagen produziert. Ein Teil des Resultats ist sofort sichtbar, der Regenerationsprozess der Haut läuft aber über mindestens 3 Monate weiter.

Wie läuft die Behandlung ab?

Ich empfehle vorab eine separate Konsultation zur persönlichen Beratung. Beim Behandlungstermin wird eine lokale Anästhesie angewendet. Anschliessend wird die Glasfaser an mehreren Zugangspunkten in das Behandlungsareal eingeführt. Mit höherer Energieeinstellung werden Fettzellen aufgelöst, mit niedrigerer Energie eine Hautstraffung durchgeführt. Eine Behandlung dauert insgesamt 1.5–2h.

Kombination mit anderen Behandlungen

Für die Kombination mit dem Endolaser eignen sich besonders die Produkte aus Milchsäurepartikeln (Poly-L-Lactic Acid), also Sculptra® und Lanluma®. Beide wirken als Biostimulatoren der Haut, die die körpereigenen Kollagenproduktion anregen. Mehr Informationen dazu finden Sie hier (Link zu Sculptra/ Lanluma). Die Injektion kann im Anschluss an das Endolift®-Verfahren oder einen Monat später erfolgen.

Was sind die Risiken und Nebenwirkungen von Endolift®?
Welche Vorsichtsmassnahmen sind zu beachten?

Durch die Einstiche bei der Anästhesie wie auch mit der Glasfaser können Blutergüsse entstehen. Regelmässig kommt es zu leichten Rötungen und minimalen Wassereinlagerungen, die bis zu 2 Wochen andauern. Selten kommt es zum «Popcorn»-Effekt, einer lokalen Überhitzung der Haut beim Einführen der Glasfaser. Dort kann sich ein Bläschen bilden, das über 2-3 Wochen abheilt. Sehr selten treten Pigmenstörungen im Behandlungsareal auf.

Mit der Erhitzung der Kollagenfasern beim Lasern werden auch oberflächliche Hautnerven mitbehandelt. Dadurch entsteht oft eine verminderte Sensibilität im behandelten Areal, die 2-3 Monate, in seltenen Fällen auch 6 Monate anhalten kann. Im Bereich der Marionettenfalten verläuft ein motorischer Nerv, der die Mundwinkel steuert. Falls dieser ungewollt getroffen wird, tritt eine Neuroapraxie am Mundwinkel auf, der dann verminderte Beweglichkeit hat. Die Erholung dieser Apraxie kann bis zu 24 Monate dauern. Die Zone, in der der erwähnte Nerv verläuft, wird beim Lasern ausgespart, um die Nebenwirkung zu vermeiden. Allerdings variiert der Verlauf von Nervenfasern von einem Patienten zum anderen.

Gewisse Medikamente können die Abheilung der Haut negativ beeinflussen. Dazu gehören Vitamin-A-Derivate, die zur Behandlung der Akne oder aktinischer Keratose eingesetzt werden, und natürlich Zytostatika. Vorsicht ist bei photosensibilisierenden Medikamenten geboten, z.B. Doxycyclin.

Beispiele für Vitamin-A-Derivate sind: Roaccutan, Tretinac, Isotretinoin, Neotigason, Curakne, und weitere. Bringen Sie darum eine Liste aller Medikamente zur Beratung mit. Nikotinkonsum behindert die Heilung der Haut ebenfalls.

Nachbehandlung und wichtige Hinweise

Nach der Behandlung dürfen die Patienten allen Alltagsaktivitäten nachgehen. Vermeiden sie intensives Schwitzen und Saunabesuche für 3 Tage sowie übermässige Sonnenbestrahlung in den folgenden 4 Wochen. Make-up oder Puder dürfen angewendet werden.

Das Resultat ist sofort sichtbar, verbessert sich aber noch in den folgenden 3-6 Monaten, während denen die Haut neues Kollagen herstellt.